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Dienstag, 8. Januar 2013

Pa-O People

Nachdem wir uns gestern nur auf dem Wasser fortbewegt haben, ging es heute wieder auf die
Straße. Ziel war Taunggyi und Kakku. In Taunggyi angekommen, mussten wir uns zuerst einen
Pa-O Guide nehmen, um Kakku besichtigen zu können. Pa-O ist ein Volksstamm, dessen Dörfer
sich um Kakku herum befinden. Die Pa-Os haben ihre eigene Sprache und typische Kleidung. Die
Frauen tragen ein schwarzes Gewand und eine farbenfrohe Kopfbedeckung (sieht wie ein
Handtuch-Turban aus).
Mit unserem Guide fuhren wir dann nach Kakku, das für seine 2478 Stupas bekannt ist. Unser
Guide war eine junge Studentin, die Recht studiert und nebenbei Touristen führt. Sie war eine sehr
nette Person und lud uns später noch zu Ihren Eltern nach Hause ein. Leider waren diese gerade bei
der Feldarbeit, daher machten wir es uns bei der Nachbarin bei einer Tasse Tee gemütlich.
Unterwegs stoppten wir bei einem Fussballturnier und konnten uns davon überzeugen, das der Ball
auch in Myanmar rund ist.
Zurück in Taunggyi gab es wieder (wer hätte es gedacht) ein paar Pagoden zu besichtigen. Am
schönsten war die auf einem benachbarten Berg (Shwe Phone Pwint Pagode), da man von hier aus
eine sehr schöne Sicht auf die Umgebung und die Stadt hat. Zum Schluss schlenderten wir noch
etwas über den Markt, da Nelin und Andreas eine neue Sonnenbrille brauchten.

Kakku

Pa-O people

Samstag, 5. Januar 2013

Mit dem Boot auf dem Inle Lake


Zeitig am morgen waren wir heute am Anleger für unsere Bootstour. Es war ziemlich frisch und neblig und das Einsteigen in das lange schmale Boot war etwas wackelig. Aber pünktlich zum Start kam langsam die Sonne durch und es war eine wunderschöne morgendliche Stimmung.
Wir hatten das Boot (für ca 22$) für den ganzen Tag gemietet und konnten die interessanten Punkte ansteuern.
Als erstes schauten wir den Einbeinruderern beim Fischen zu. Die Technik des Ruderns ist hier sehr verbreitet.  Wird eine Hand zum Fischen benötigt, wird mit einem Bein und einer Hand gerudert. Aber anscheinend nutzen die Technik nicht nur die Fischer. Es sieht etwas ungeschickt aus und wir haben noch nicht herausbekommen, ob man sich damit leichter oder schneller fortbewegen kann.
Weiter ging es nach einen kurzen Stopp bei einem Silberschmied zum „five-day-market“ in Inthein. Dort befindet sich auch die Shwe Inn Thein Pagode mit Ihren 1054 verwitterten Stupas.
Gegen Mittag waren wir bei den „long neck women“. Die Ringe, die sie um den Hals tragen sind aus Bronze und ziemlich schwer. Auf die Frage wie sich das so beim Schlafen wohl macht, versicherten sie uns, dass es da keine Probleme gibt.
Danach ging es zu Phaung Daw Oo Pagode mit ihren 5 berühmten Buddhas. Es ist üblich ein kleines Stück Plattgold zu kaufen und das dann auf einen Buddha zu kleben, so eine Art rituelle Opfergabe. Auf diesen 5 Buddhas ist mittlerweile so viel Plattgold, dass man diese gar nicht mehr als solche erkennt und es nur noch ein Klumpen Gold ist.
Nachdem wir uns angesehen haben, wie man aus Lotusblumen Garn gewinnt und das zum Weben benutzt, ging es zum Floating Garden. Mitten im See werden hier die unterschiedlichsten Sachen, wie z.B. Tomaten und Gurken angebaut.  Zum Schluss der Tour ging es noch zur Pagode der springenden Katzen. Hier werden Katzen von den Mönchen trainiert durch einen Reifen zu springen. Heute waren sie aber eher schläfrig drauf.
Neben Bagan war der heutige Tag wirklich ein Highlight. Am schönsten war es, einfach im Boot zu sitzen und durch die verschieden Kanäle und Dörfer auf Stelzen zu fahren. Das ganze Leben der Einwohner spielt sich hier auf dem See ab und davon haben wir heute einen Eindruck bekommen. Die Bootstouren sind zwar schon ungewohnt touristisch organisiert für Myanmar, aber es ist trotzdem interessant und man muss auch nicht an jeder Ecke was kaufen. Wir würden sagen, einmal mit dem Boot auf dem Inle Lake zu fahren ist ein „Muß“, wenn man Myanmar besucht!

Fischer

Nampan Village im Inle Lake