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Sonntag, 17. März 2013

Drei Länder in 48 Stunden


Am 11. März ging unser Flug von Hanoi nach Bangkok. Sicher hätten wir mit irgendwelchen billigen Asia Airlines und zweimal umsteigen bestimmt direkt bis Langkawi fliegen können, aber Andreas lies sich nur auf einen Flug mit Qatar Airlines bis Bangkok ein. Als wir in das Flugzeug einstiegen, hatten wir uns direkt in die Fluggesellschaft verliebt. Das Flugzeug war nagelneu und und selbst in der Touristenklasse hatte Andreas noch mindesten zehn Zentimeter zwischen seinen Knien und dem Vordersitz. Es war also richtig viel Platz und der Flug war ziemlich angenehm – was ein Glück war, weil wir uns beim Frühstück irgendwie den Magen verdorben hatten.
Nach 90 Minuten landeten wir in Bangkok und fuhren in unser Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofs. Am nächsten Tag bummelten wir noch ein Stündchen durch das MTK, ein großes bekanntes Einkaufszentrum, bevor wir gegen Nachmittag in den Zug Richtung Malaysia stiegen. Dummerweise hatten wir nur noch die oberen Betten im Zug bekommen, aber trotzdem wurde die Zugfahrt weitaus angenehmer und bequemer als die Fahrten mit den Schlafbussen, auch wenn sie mit etwas Verspätung zwanzig Stunden dauerte. Am nächsten Vormittag kamen wir an der Grenze zu Malaysia an. Eine Station später stiegen wir auch schon aus dem Zug aus und fuhren mit einem Taxi zur Fähre nach Langkawi und dann mit einem Taxi zu unserem Hotel. Mit dem Hotel waren wir nicht ganz zufrieden, da wir etwas weit weg vom Schuss waren. Also sahen wir uns vor Ort noch etwas um und fanden ein schönes Zimmer direkt am Strand. Hier können wir es uns die nächsten Tage gut gehen lassen.

Im Zug nach Malaysia

Bettenbau

Freitag, 15. März 2013

Zu Besuch bei Onkel Ho


Nachdem wir die letzten Tage eher in der Umgebung von Hanoi unterwegs waren, nahmen wir uns jetzt endlich Zeit für die Hauptstadt Vietnams. Unser Hotel lag im Herzen des Old Quarters, welches mit seinen vielen Restaurants, Bars und kleinen Läden zum Bummeln einlädt. Man muss hier nur ständig mit dem Verkehr kämpfen und es ist nicht immer einfach, eine Strasse zu überqueren. Den Nachtmarkt, der immer am Wochenende geöffnet ist, fanden wir recht enttäuschend, der konnte bei weitem nicht mit dem in Chiang Mai oder Luang Prabang mithalten. Eine nette Abwechslung dagegen war der Besuch im Water Puppet Theatre, wo wir uns ca. 45 Minuten eine Vorstellung angesehen haben; ist aber kein 'Muss', das schauen sich nur Touristen an. An Sehenswürdigkeiten standen neben dem Ngoc Son Tempel und dem Hoan Kiem Lake auch der Tempel der Literatur und die Tran Quoc Pagode auf unserer Liste. Am besten gefiel uns jedoch der Besuch bei Onkel Ho. Nach wie vor verehren die Vietnamesen Ho Chi Minh und das Mausoleum ist die wichtigste Pilgerstätte. Eine knappe Stunde standen wir brav in Zweierreihe an bevor wir endlich das dunkle und kalte Gebäude betreten durften. Da lag Onkel Ho in einem Glaskasten und - abgesehen davon, dass er schon seit 1969 tot ist - sah er noch ganz gut aus. Wir fanden das überraschenderweise (weil eine Stunde warten für zwei Minuten gucken) ziemlich interessant und waren froh, uns angestellt zu haben.
Onkel Ho's ursprünglichem Wunsch, verbrannt zu werden und die Asche in Nord-, Zentral- und Südvietnam zu verstreuen, konnte damals auf Grund der Teilung Vietnams nicht nach gekommen werden. Heute würde die Möglichkeit bestehen, aber das ist wahrscheinlich mittlerweile undenkbar.
Gleich in der Nähe sahen wir uns noch die One Pilar Pagode an, bevor wir im Museum of Ethnology eine Menge über die verschieden Volksstämme in Vietnam erfuhren.
Weil Andrea immer alles probieren mag, setzten wir uns abends noch in eine der Strassenkneipen und tranken ein Bia Hoi, das für Vietnam typische frischgebraute Bier. Wir waren uns einig, dass eins reicht, auch wenn's unschlagbar billig ist :)
Nach Hanoi hieß es nun auch Abschied nehmen von Vietnam. Wir waren mit unserer Entscheidung sehr zufrieden, das Land doch noch angesehen zu haben. Jetzt freuen wir uns auf ein paar schöne Tage am Strand von Langkawi in Malaysia.

Unterwegs im Old Quarter

Auf ein Bier

Ho Chi Minh Mausoleum

Im Museum of Ethnology

Mittwoch, 13. März 2013

Tam Coc - Die trockene Halong Bay


Da wir noch vier Tage bis zu unserem Flug von Hanoi nach Bangkok hatten, überlegten wir was wir in Hanoi und Umgebung noch machen wollten. Sapa im Norden wäre bestimmt einen Besuch wert, aber dazu muss man sich mindestens vier Tage Zeit nehmen, also fiel das aus. Etwas südlich von Hanoi befindet sich Tam Coc in der Ninh Binh Provinz. Die Gegend wird auch trockene Halong Bay genannt, da die Landschaft auch von vielen Felsen geprägt ist, nur eben ohne Wasser bzw. Meer. Also fuhren wir dorthin und besuchten auf dem Weg Hoa Lu, die einstige Hauptstadt mit den Tempeln des ersten und zweiten Königs. Die Tempelanlagen selbst sind recht übersichtlich und anscheinend sehr beliebt bei Touristen. Die Landschaft zeigte jedoch schon die ersten Felsen und wir freuten uns, weiter Richtung Tam Coc zu fahren. Nachdem wir uns an einem Buffet gut gestärkt hatten, ging es in einem kleinen Boot einen Fluss entlang. Die Landschaft ist hier tatsächlich fast so beeindruckend wie in der Halong Bay, allerdings auch fast ebenso touristisch. Nur nach der Bootsfahrt entkamen wir den Massen mit einer schönen Fahrradtour durch die umliegenden Reisfelder. Das war wirklich idyllisch und es wäre bestimmt wert, das Gebiet an ein oder zwei Tagen mit dem Fahrrad fernab der üblichen Wege zu erkunden. Für uns ging es jedoch abends wieder zurück in die Hauptstadt.  

Im Tempel des ersten Königs

Tam Coc per Boot

Tam Coc per Fahrrad